4 Unerwartete Begegnung


Hallo Herrschaften,


Sammy ist mein Name, 
aber das wisst ihr ja inzwischen, nur für den Fall, daß sich neue Leser hierher verirren, 
erwähne ich es einfach nochmal.
Heute will ich wieder ein kleines Abenteuer erzählen, wie angedeutet, 
gab es die Tage eine Begegnung der dritten Art für mich und meine Kumpels, 
worüber ich im Nachhinein lachen kann; 
unlängst mußte ich mich nämlich fürchterlich aufregen, 
denn wir hatten einen ungebetenen Besucher auf dem Grundstück, 
der zu allem Überfluss auch noch meinte, den dicken Maxe markieren zu müssen.
 
So ein schnöseliger Zottelhund, deutlich größer als ich und meine Kumpels, 
tauchte plötzlich aus dem Nichts auf und begann sofort einen ordentlichen Rabbatz zu machen, 
ich erschrak heftig und ging gleich in Deckung, um aus sicherer Entfernung die Lage zu peilen, 
denn er wirkte extrem angriffslustig und schien weit weg von einem Kuschelkurs zu sein. 
Obwohl ihr Menschen immer sagt, Hunde, die bellen, beissen nicht, trau ich diesen Brüdern nicht; 
schon alleine dieses furchterregende Gebell ist eine Angelegenheit, auf die ich gut und gerne verzichten kann.
 
Zuerst war weit und breit kein Herrchen oder Frauchen von diesem Hundebruder zu sehen 
und meine Dosine konnte auch erstmal nichts ausrichten, denn es sah so aus, 
als würde dieser Bello sie gleich anspringen. 
Also nahm ich meinen ganzen Mut zusammen, fauchte, knurrte, machte einen Katzenbuckel und sorgte dafür, daß mein Schwanz sich ordentlich aufplusterte......
Meine Dosine war mächtig stolz auf mich und freute sich, daß ich plötzlich so groß und imposant wirkte, 
ich weiß, sie mag es gerne, wenn ich diesen Puschelschwanz bekomme.
 
Aber diesen frechen Hund hat es nicht beeindruckt, im Gegenteil, 
mir war als würde er sogar ein bissl über mich lachen; 
na aber hallo, das entfachte erst so richig meine Wut und ich wagte einen ersten Vorstoss mit erhobener Pfote, vielleicht konnte ich seine Nase treffen und er würde das Weite suchen. 
Inzwischen hatten sich meine Kumpels ebenfalls eingefunden, der Lärm hat sie wohl geweckt und die Neugier lockte sie aus ihrem Versteck.
Jetzt standen unsere Chancen eigentlich recht gut, denn plötzlich waren wir zu viert, 
sogar Tiger erwies sich in diesem Fall ausnahmsweise als teamfähig 
und unterstützte uns durch seine Anwesenheit. 
Doch bevor wir gemeinsam zu Streich kamen, 
hörten wir das Hundeherrchen nach seinem ausgebüxten Frechling zu rufen, 
somit war klar, es konnte nicht mehr lange dauern und der ganze Spuk war vorbei.
 
Einerseits waren wir alle sehr erleichtert, andrerseits hätte ich schon gerne eine bleibende Erinnerung bei diesem Schnösel hinterlassen, aber schon kam das Herrchen angehechtet, leinte den Ausreisser schnell an und zog ihn mit einer nicht ganz ernstgemeinten Schimpftirade die Treppe hoch, 
weg von unserem Grundstück. 
Schnell kehrte meine alte Gelassenheit wieder zurück, aber ich war auch mächtig froh, 
daß wir alle mit dem Schrecken davon kamen. 
Danach brauchte ich dringend ein Nickerchen, denn solche Aufregungen machen eine gestandene Katzendame doch extrem müde, deshalb zog ich mich mit meiner Dosi auf den sicheren Balkon zurück und träumte bei meinem Schläfchen von Katzenkampfgeschwadern, die jeder Hundemeute das Fürchten lehrten und immer die Oberhand behielten, egal wie groß und tapfer die Hunde auch waren. 
Das war genau der richtige Traum nach dieser Aufregung, sag ich euch.
 
So, für heute hab ich euch genug erzählt, jetzt muß ich ein bisschen Fellpflege betreiben und dann schau ich mal draussen nach dem rechten.
 
Maunzelige Grüsse von eurer Sammy

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